Ergebnisse

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  • Der BAS hat 1967 auf der Porzescharte kein Attentat verübt. Die dafür verantwortlich gemachten Personen (Prof. Dr. med. Hartung, Peter Kienesberger, Egon Kufner) sind daher zu Unrecht verfolgt worden. Diese Ansicht teil(t)en neben den damaligen Geschworenen der ehemalige Bezirkshauptmann von Lienz, Dr. Othmar Doblander, der unmittelbar nach dem angeblichen Attentat auf der Porzescharte war, und der ehemalige Justizminister, em. Univ.- Prof. Dr. Hans Klecatsky, sowie Avvocato Peppino Zangrando, Präsident der Rechtsanwaltskammer der Provinz Belluno.
  • Alle Ungereimtheiten der "Causa Porzescharte" bedurften zwingend einer Durchleuchtung. Dieser Aufgabe hat sich Hubert Speckner in nicht hoch genug einzuschätzender und zu rühmender Weise unterzogen. Er fördert in seiner prägnanten Studie neue Einsichten und grundstürzende Erkenntnisse zu Tage, an denen in Hinkunft niemand vorbeikommen wird, der ernst genommen werden will. Seine überzeugenden Erkenntnisse sollten nicht zuletzt auch dazu führen, jenes obskure florentinische Urteil aus der Welt zu schaffen, mit dem Prof. Dr. med. Erhard Hartung, Peter Kienesberger und Egon Kufner 1971 gänzlich wahrheits- und rechtswidrig für eine nicht begangene Tat verurteilt und also zu Mördern gestempelt worden sind.
  • Wer letztendlich für den Tod der vier italienischen Soldaten verantwortlich ist, ob es sich um einen Unfall oder gar um Mord handelt, veranlasst durch rechtsextreme Kreise der italienischen Geheimdienste im Sinne der damals von diesen nachweislich praktizierten "Strategie der Spannung" (Stichwort "Gladio"), vermag der Autor ebenso wenig sicher zu beantworten wie die Frage, ob die Soldaten überhaupt auf der Porzescharte zu Tode gekommen sind.
  • Schlussfolgerungen:

  • Das Geschichtskapitel, welches das Geschehen auf der Pozescharte bisher darstellte, muss gänzlich umgeschrieben werden;
  • Italien muss seine Archive, besonders jene der Geheimdienste, der Wissenschaft öffnen;
  • Die italienische Justiz hat ihr Unrechtsurteil von Florenz (1971) zu annullieren;
  • Die bis heute trotz Freispruchs (in Österreich) mit dem Makel der Täterschaft behafteten Personen sind endlich offiziell und überdies öffentlich vernehmlich zu rehabilitieren.
 
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