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Im Jahre 2009 erschien die erste Auflage dieser sensationellen Dokumentation, die es binnen kürzester Zeit auf Platz 4 der Südtiroler Bestsellerliste schaffte.

Das Buch erregte erhebliches Aufsehen und war Gegenstand engagierter Auseinandersetzungen im Südtiroler Landtag, wo Abgeordnete deutscher Parteien neofaschistischen Versuchen entgegentraten, die Menschenrechtsverletzungen der Sechzigerjahre zu leugnen. Breite Erörterungen fanden auch auf öffentlichen Veranstaltungen und in den Medien statt.

Die Erstauflage wurde anhand neu entdeckter Dokumente und Fakten um einige spannende und auch erschütternde Kapitel erweitert:

  1. Wer ermordete Tiralongo? (23 Seiten)
  2. Der geschmähte Freiheitskampf (37 Seiten)
  3. Folterungen - das unbewältigte Thema (17 Seiten)
  4. Ihr Leben für die Heimat und Freiheit (21 Seiten)
  5. Erweitertes Personen-, Quellen- und Literaturverzeichnis

In diesen Kapiteln wird unter anderem einer Mordtat nachgegangen, die von den italienischen Behörden Jahrzehnte lang immer wieder den Südtiroler Freiheitskämpfern in die Schuhe geschoben worden war. In der neuen Dokumentation wird nachgezeichnet, wie gerichtliches Beweismaterial zum Verschwinden gebracht worden war. In dem Buch zitierte Aussagen von Zeugen, die nach Jahrzehnten es jetzt erstmals wagen, sich öffentlich zu äußern, ergeben ganz neue Hintergründe und massive Hinweise auf eine gänzlich andere als die bislang immer behauptete Täterschaft.

Anhand bislang unbekannter österreichischer Polizei- und Gerichtsakten sowie anhand italienischer Akten weist der Autor anhand forensischer Gutachten und Spurensicherungsergebnisse auch nach, dass es sich in den Sechzigerjahren bei Anschlägen in Wien, Ebensee, Traunkirchen und auf dem Bergisel bei Innsbruck um neofaschistische Terroranschläge gehandelt hat und nicht um provokative Anschläge des Befreiungsausschusses Südtirol (BAS), wie dies der Südtiroler Historiker Leopold Steurer in Bezug auf den Innsbrucker Anschlag noch vor kurzem in einem Buchbeitrag behauptet hat.

Steurer hatte diese Behauptung propagandistisch erhoben, ohne irgend einen Sachbeweis zu nennen. Er wird in dieser Dokumentation durch die vorgelegten Beweisstücke widerlegt. Die Dokumentation nennt die Namen der Täter, zeigt ihre Fotos und schildert, wie die italienischen Behörden den teilweise sogar geständigen Tätern aus der Patsche halfen, so dass kein einziger Tag Strafhaft verbüßt werden musste, obwohl die Terroranschläge ein Todesopfer und mehrere Verletzte gefordert hatten.

Mit diesen Beiträgen bietet die zweite Auflage zusätzlich neues und sensationelles Dokumentationsmaterial. Die Lektüre gestaltet sich spannend wie ein Kriminalroman.

weiters sind im Buch zu finden:

  • Vorworte
  • Dem Unheil entgegen
  • Die Feuernacht
  • Juni, Juli und August 1961: Schreie aus den Folterkammern
  • Juli 1961: Die Einschüchterung der Südtiroler Volkspartei und das Verhandlungsangebot des Innenministers Scelba
  • Juli 1961: Der Folterskandal wird öffentlich - die taktischen Spiele der Politik
  • Sommer 1961: Die SVP steht vor der Frage: Was tun mit den Folterberichten?
  • Juli - August 1961: Österreich war über die Folterungen informiert
  • August 1961: Der ungehört verhallte Hilferuf aus den Kerkern von Bozen und Trient
  • August 1961: Die Carabinieri foltern ungestört weiter
  • August 1961: Der Protest der Vertreter des österreichischen Geistes- und Kulturlebens - Hilfe zur Linderung der Not der Häftlingsfamilien
  • 5. September 1961: Zahlreiche Folterprotokolle liegen vor - deren Totschweigen wird beschlossen
  • November 1961: Magnago und Kreisky zeigen Wohlverhalten gegenüber Rom
  • November 1961: Der Tod des Schützen Franz Höfler
  • Der Bericht der Häftlinge: "So wurden wir Südtiroler von den Carabinieri gefoltert!"
  • Der Vertuschungsversuch
  • "Die Bevölkerung darf nicht den Eindruck haben..."
  • Jänner 1962: Der Tod Anton Gostners
  • Jänner 1962: Vertuschungsversuche, Einschüchterung und Schikanen
  • Die propagandistische Gegenoffensive Roms
  • Geldprämien und Auszeichnungen für die Folterer - Die Klage der Frauen - "Laßt siegen die Gerechtigkeit!"
  • Jänner bis Dezember 1962: Weiterhin Unterdrückung der Folterunterlagen
  • Dezember 1962: Magnago: "Begehren nach Klarstellungen der Mißhandlungen" - Ein neuer Folterbericht langt in Österreich ein und wird geheim gehalten - Die Gefangenen: "In unseren Herzen sind es Wunden"
  • Die Justizfarce von Trient - Die Foltercarabinieri werden reingewaschen
  • 9. Dezember 1963 bis 16. Juli 1964: Vor Gericht in Mailand - der Staat unter Anklage - Rechtfertigung der Folter
  • September 1964: "Krieg" im "Aufstandsgebiet"
  • 5. April 1966 und 31. Mai 1967: Für einen Leserbrief muß eine herzkranke Frau ins Gefängnis - trotz Verfolgung und Haft eine mutige Aussage in Linz
  • 24. September 1966: Der Tod des Peter Wieland: War es eine Hinrichtung?
  • September bis Jahresende 1966: Die Mißhandlungen gehen weiter
  • März 1967: Die Folterung der Pusterer
  • August 1967: Erstmals Folterung eines österreichischen Staatsbürgers
  • September 1967: Die Folterung der Österreicher Humer und Schafferer
  • Sippenhaftung
  • Rom sandte Mörder und Menschenräuber aus
  • Nachhall: Ein italienischer Neofaschist und Geheimagent sollte einen Österreicher entführen oder ermorden - ein Dreifachagent lieferte einen Plan
  • Rückblick und Danksagung
  • Personenregister
  • Quellen und Literatur
 
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